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Glas der Erinnerungen © Sylvia NiCKEL

19. Januar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Kraft aus dem Glas der Erinnerungen3 Minuten Lesezeit

Ob das Buch der Erfolge, Journaling oder das Dekadenbuch: alle Methoden haben den Zweck, eine Zeit der inneren Einkehr mit Blick auf die Erfolge zu nehmen. Eine alternative Methode ist das Glas der Erinnerungen.

Wie gute Erinnerungen wirken

Vielleicht kennst Du das: Dir fällt beim Aufräumen die Kongresskarte vom letzten Jahr in die Hand und schon bist Du drin in den Erinnerungen an einen konstruktiven Tag und inspirierende Gespräche; vielleicht erinnerst Du Dich an eine Person, der Du noch dafür danken wolltest und mit welcher Du Dich vernetzen möchtest. Du wirst es sehr wahrscheinlich machen. Viel wichtiger aber: diese gute Erinnerung liefert Energie. Energie, die Du genau jetzt für Deine nächste Aktivität nutzen kannst.

Häufig nehmen wir uns nicht die Zeit, auf die persönlichen Erfolge zurück zu schauen und die nächsten Ziele ins Auge zu fassen. Diese Methode hilft Dir, achtsam mit den großen und kleinen Erfolgen und Glücksmomenten umzugehen.

Wer hat’s erfunden?

Die Quelle ist mir unbekannt, denn ich persönlich habe in den 1980ern einen Berg an großen und kleinen Weckgläsern von meiner Großmutter geerbt und seither wandern kleine Erinnerungsschnipsel in diese Gläser: ein Schlüsselanhänger hier, ein Würfel da, ein Zettel mit Telefonnummer, die Minischokolade, die an ein gutes Gespräch in einem schönen Café erinnert. Anfänglich wanderten Dinge hinein, die mir beim Aufräumen in die Hände fielen und die ich nicht benötigte, aber zur Erinnerung behalten wollte.
Zunächst sortierte ich also nach Lebensphasen in wenige große Gläser. Mittlerweile gibt es eines für das aktuelle Jahr und einige wenige für die Vergangenen. Dabei wird nicht alles ewig aufgehoben. Von Zeit zu Zeit verabschiede ich mich auch von einigen Erinnerunsschnipseln.

Glas der Erinnerungen: so gehst Du vor

Nutze ein Glas für Deine Erinnerungen, ob privat oder beruflich.

  1. Suche Dir ein schönes, großes Glas und verziere es bei Bedarf, beispielsweise mit einem Zettel und der Jahreszahl. Gläser sind besser als Dosen, weil Du so den Füllstand und die Erinnerungen an Deine Erfolge besser im Auge hast.
  2. Suche einen zentralen Platz, beispielsweise im Eingangsbereich neben der Schlüsselablage oder neben Deinem (Kreativ-)Schreibtisch.
  3. Gehe abends den Tag durch: was war dein persönlicher Erfolg oder ist eine schöne Erinnerung? Falls Du ein Mitbringsel, etwas aus einem Café, eine Eintrittskarte, ein Giveaway oder Ähnliches hast, dann lege es in das Glas; andernfalls notiere Dir auf einem Zettel Deine guten Momente des Tages und vergiss nicht das Datum.
  4. Nimm Dir am Jahresende Zeit, die Erinnerungen Revue passieren zu lasen und entscheide, was Du weiter behalten möchtest. Ich verbrenne die Zettel im Kamin und bewahre nur wenige Dinge auf, die dann in eines der Vergangenheitsgläser wanden. Dies ist Bestandteil meiner Rituale zum Jahreswechsel.
  5. Den vierten Schritt kannst Du an jedem anderen Tag durchführen. Er hilft insbesondere in Zeiten, wenn Dir Sinn oder/und Kraft abhanden zu kommen drohen.

Du kannst jederzeit mit dieser Methode starten. Warte nicht bis zum nächsten Jahreswechsel. Ein schön geschmücktes Glas der Erinnerungen ist auch ein tolles Geburtstagsgeschenk, denn auch beim Geburtstag geht es um Jahresabschnitte.

Ich wünsche Dir viele Erfolge und schöne Erinnerungen;  bewahre sie gut auf und nutzte die Kraft.
Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

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Xenzuu-Start

13. Januar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Social Networks: Xenzuu – erster Eindruck2 Minuten Lesezeit

Da stolpere ich soeben über ein neues Social Network: Xenzuu. Also teste ich das ganze mal.

Xenzuu: das sieht ja aus wie Faceboook

Auf den ersten Blick erinnert die Optik stark an Facebook, und zwar vor etwa fünf Jahren. Also melde ich mich an. Die Funktionen sind wie bei Facebook. Beim Absetzen des ersten Postings fällt auf, dass nur drei Kategorien angeboten werden: »Öffentlich«, »Freunde« und »Nur ich«. Weitere Differenzierungen sind nicht möglich.

Wer tummelt sich denn auf Xenzuu?

Kaum angemeldet erhalte ich erste Freundschaftsanfragen. Mein Stream füllt sich mit Postings zu Krypotwährungen, passivem Einkommen und Affiliate Marketing. Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass dies eine einzige Werbeplattform ist. Dies ist auch nicht schlimm, denn auch auf Facebook machen wir nichts anderes als (Ego-)Marketing, oder nicht?!? 😉

Xenzuu-Communities

Screenshot Xenzuu-Communities

Xenzuu: wer steckt dahinter?

Das Social Network wird damit beworben, dass die Networker mit Postings, Chats und Likes Geld verdienen können. Das weckt mein Interesse für das Geschäftsmodell der Initiatoren. Vermutlich handelt es sich um eine Briefkastenfirma, zumindest lässt sich keine Person identifizieren. Der Firmensitz wird mit »Belize City« angegeben. So stöbere ich bei Tante Google und finde einige Artikel. Markus Hermannsdorfer ist der Sache mit den Initiatoren gründlich in seinem Artikel über Xenzuu nachgegangen, leider auch erfolglos. Es lässt sich niemand identifizieren.

Xenzuu: Nutzen oder nicht?

Wie bei allen anderen Social Networks auch stellt sich die große Frage: erreichst Du die Menschen, die Du erreichen willst, auf dieser Plattform? – Da Xenzuu noch in den Anfangsschuhen* steckt, bleibt dies abzuwarten; sich aber schon einmal den Namen auf diesem Portal zu sichern, kann nicht verkehrt sein. Mehr Daten sollten es aber auch nicht sein, die man hier freiwillig an Unbekannte gibt. Hier geht es zu Xenzuu.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

*Das älteste Datum, das ich dazu finde, ist der 20.09.2017 auf der Datenschutzrichlinie. Beim Denic findet sich Reservierung der Domain seit 12.08.2017.

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Eisenhower-Felder © Sylvia NiCKEL

12. Januar 2018
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Eisenhower II: Standardempfehlungen5 Minuten Lesezeit

Eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasste sich mit den Dimensionen »Dringlichkeit« und »Wichtigkeit«. Teil 2 analysiert die Standardempfehlungen für die vier Matrix-Felder.

Aus den vier Feldern ergeben sich vier Standardempfehlungen für die Prioritätensetzung. Hier die typischen Beispiele für die Aktivitäten in den einzelnen Feldern.

Eisenhower Standardempfehlungen © Sylvia NiCKEL

Wichtig und Dringend

Wichtig bringt uns in unserer jeweiligen Rolle voran, und es ist dringend, weil es andere betrifft, den Betriebsablauf oder gar das Betriebsziel behindert. Es sind die Feuerwehraufgaben wie beispielsweise:

  • durch den ungeplanten Ausfall eines Mitarbeitenden müssen Aufgaben neu verteilt werden,
  • Betriebsgeräte, die dringend benötigt werden, fallen aus,
  • kurzum: Probleme in einem von unserer Rolle zu verantwortenden Bereich, die eine direkte Entscheidung oder Aktion erfordern.

Ich lade Dich ein, über diese Frage eindringlich nachzudenken: Ist es wirklich wichtig für Deine Rolle und ist es wirklich wichtig für die gesamte Organisation? Für das, was wirklich wichtig und echt dringend ist, solltest Du flexible Minuten in den Tag einplanen, etwa durch Pomodori, denn es heißt: sofort erledigen!

Natürlich sollten auch alle Zwei-Minuten-Aufgaben sofort bearbeitet werden, denn die Anlage eines guten To-Do benötigt fast dieselbe Zeit und ist daher unökonomisch.

Nicht wichtig, aber dringend

Nicht wichtig, aber dringend sind Aufgaben, die Dich in Deiner Rolle in der Organisation zwar nicht merklich voran bringen, aber offensichtlich ein »Problem im Getriebe sind«, also andere in ihrer Rolle behindern, wenn diese nicht ausgeführt werden. Häufig sind es (nervige) Routineaufgaben, die einfach gemacht merden müssen, und zwar auf Termin, beispielsweise:

  • Berichte und Reports,
  • Dokumentationen,
  • Prüfungen auf Vollständigkeit, Plausibilität usw.,
  • kurzum: sich wiederholende, eventuell auch langatmige Aktivitätsketten.

Ich lade Dich ein, darüber nachzudenken, ob diese Aufgaben wirklich notwendig, von anderen besser erledigt oder automatisiert beziehungsweise digitalisiert werden können. Spreche im Team darüber und ziehe die Entlastungskarte. Allzu häufig zeigt sich, dass mit einem Prozesselement viele Nerven und Zeit bei allen Beteiligten gespart werden können. Klassiker sind Reports, die mit Umstellung auf die Cloud oder/und andere Software schnell per Knopfdruck selbst erstellt werden können anstatt diese manuell per Excel aufzubereiten. Ein weiterer vermeintlicher Brand für diese Routineaufgaben sind Aktivitäten, die später oder/und von anderen ausgeführt werden können wie die Beschwerde eines Kunden, der von sich aus eine Deadline setzt, aber eben nicht heute und nicht jetzt. Es ist der Klassiker für die Empfehlung »delegieren«, ob an andere Personen, Maschinen oder Programme.

Nicht wichtig und nicht dringend

Der Klassiker unter der Selbstbeschäftigung: Papierkorbaufgaben. Sie fallen Dir leicht, während eine wichtige Aufgabe auf Bearbeitung wartet. Wir lenken uns und mit solchen Aufgaben ab, beispielsweise:

  • wiederholtes, erneutes Abwägen der Prioritäten durch mehrmaliges Studieren der To-Do-Liste,
  • unnötiger Check der Inbox,
  • »Information« ohne Informationsverarbeitung (tatsächlich »surfen«) in sozialen Medien oder Branchennews,
  • kurzum: alles, was nicht wertschöpfend ist.

Papierkorbaufgaben braucht niemand. Lasse in Zukunft die Finger davon – es sei denn, Du hast das Wichtige erledigt, das Dringliche auf den Weg gegeben und Du hast Langeweile 😉

Nicht dringend, aber wichtig

Das letzte Feld widmet sich dem Strategischen: das, was wirklich wichtig für Deine Rolle in der Organisation ist. Und genau das fällt wegen »dringlich« gerne hinten runter. Es sind Aufgaben wie:

  • die Produktentwicklung,
  • das finanzielle Gesamtgefüge der Organisation,
  • die Marketingstrategie,
  • die Entlastung von Feuerwehr- und Routineaufgaben,
  • kurzum: alles, was Dich in Deiner Rolle strategisch voran bringt.

Es muss nun nicht unternehmerisch strategisch sein. Vielleicht ist es in Deiner Rolle die Vorbereitung eines Messeauftritts, die Ausarbeitung der Social Media Strategie  oder die Überarbeitung von Präsentationsunterlagen. Es sind die Aufgaben, die häufig Konzentration und etwas mehr Zeit erfordern und die aufgrund mangelnder Dringlichkeit gerne der Aufschieberitis bis zur Deadline zum Opfer fallen.

Hierin liegt die wahre Perle des Prinzips: im Terminieren für die wichtigen Aktivitäten. Dies klappt bestens durch Rhythmen.

Eisenhower-Webinar © Sylvia NiCKELDieses Thema ist Gegenstand des Webinars und der Videolektion so viel Power steckt in Eisenhower. Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Im nächsten Teil befassen wir uns mit dem Workflow für die einzelnen Matrix-Felder.

Ich wünsche Dir ein gelassenes Abwägen von Wichtigkeit und Dringlichkeit,
Sylvia Nickel

~~~ Alle bisherigen Artikel dieser Serie ~~~

  1. Eisenhower I: über Dringlichkeit und Wichtigkeit
  2. Eisenhower II: die Standardempfehlungen
  3. Eisenhower III: das große Missverständnis »Workflow« (folgt am 26.01.2018)

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GoogleAnalytics

5. Januar 2018
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Jahreswechsel: Die Rück- und Vorschau, nicht nur dieses Blogs4 Minuten Lesezeit

Der obligatorische Artikel zum Jahreswechsel befasst sich nicht zahlreichen Hinweisen zur Planung, sondern mit den Highlights 2017 und der Vorschau 2018 für diesen Blog. Er zugleich ein kleiner Wegweiser durch die rund 250 Artikel, die sich hier finden.

Rückschau: Top 10 der beliebtesten Artikel

Laut Google Analytics habt Ihr Euch insbesondere für diese Artikel interessiert:

  1. XING: beruflicher Steckbrief
  2. OUTLOOK: E-Mail-Benachrichtigung deaktivieren
  3. XING-Profil: Portfolio
  4. OUTLOOK: Aufgaben mit Zeitangabe
  5. Toolbox: GOOGLE Keep/Notizen
  6. 4 Tipps, wie To-Do-Listen funktionieren
  7. Eine Frage moderner Wertschätzung oder finanzieller Kompensation
  8. FACEBOOK: beruflich und privat?
  9. Posteingang: 5 Ordner genügen. Echt?!?
  10. Toolbox: Focus@will

Das XING-Thema ist ein Dauerbrenner unter der Leserschaft. Daher habe ich einen Online-Workshop zum Thema XING konzipiert. – Die meisten Besucher lesen übrigens täglich zwischen 10 und 14 Uhr, 25 Prozent davon mit Smartphone oder Tablet … und am längsten verweilten die Leser 2017 auf dem Artikel E-Mail-Inbox: 5 Ordner genügen – echt?!?

Vorschau: Meilensteine 2018

Bislang hat sich ein Publikationstag eingependelt, und zwar Freitags, neun Uhr. Daran möchte ich auch weiter festhalten. Schwerpunkte werden sein:

Sicherlich wird es wieder den einen oder anderen Denkzettel geben, zumal ich in meinen Workshops gerne mit Storytelling arbeite und jene auf diese Weise hier einem größeren Kreis zugänglich machen kann. In den relativ neuen Kategorien gelesen & notiert und gestest & notiert stelle ich Bücher, aber auch Arbeitsmittel vor, und zwar solche, die mich persönlich überzeugt haben.

Außerdem wird es mehr Artikelserien geben. Eine befasst sich beispielsweise in sieben Teilen mit dem Eisenhower-Prinzip als Grundlage eines zeitgemäßen Selbstmanagements. Und nicht zuletzt aufgrund der guten Leserate werde ich mich häufige spontan mit Artikeln auf anderen Blogs und unterschiedlichen Methoden befassen. Also kurzum: ich lasse mich am FreUtag messen, Woche für Woche mit einem neuen Artikel. 🙂

Also, schau freitags vorbei oder nimm diesen Blog in Deinen Newsreader auf. Der Mehrwert-Bote informiert ca. acht mal jährlich über Themenschwerpunkte, also nicht zu jedem einzelnen Artikel, denn »weniger ist Mehrwert«, sonst landete ja wöchentlich eine Ausgabe des Mehrwert-Boten in Deinem Postfach 😉

Vorschau: … und Deine Planung 2018?

Natürlich dürfen Tipps für Deine Planung nicht fehlen. Auch hierzu einige Artikel:

Vision Board © Sylvia NiCKELLetzteres als Grobplanungs- und  Motivationsinstrument zugleich ist Teil des Webinars und der Videolektion »Vision Board | Motivation & Fokus«.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg in Deinem Neuen Jahr 2018,
Sylvia Nickel
Rituale zum Jahresende © Sylvia NiCKEL

29. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Rituale zum Jahreswechsel: magische Karteikarten4 Minuten Lesezeit

Zwischen dem 25.12. und dem 6.1. eines jeden Jahres haben wir die sogenannten Rauhnächte: es ist die Zwischenzeit zwischen den Jahren, die letzten sechs Nächte des alten Jahres sowie die ersten sechs Nächte des neuen Jahres. Zeit für Rituale und damit für Zielklarheit.

Die Zeit zwischen den Jahren haben viele Menschen Urlaub. Zeit für innere Einkehr, Ausflüge in die Natur, Zeit für Besinnliches und heimische Kontemplation. Ich verrate Dir hier meine Rituale.

Ich arbeite gerne mit Karteikarten

Daher nehme ich dann eine Blanko-Karteikarte (ich arbeite mit DIN A5) und farbige Stifte. Im ersten Schritt notiere ich mir Stichworte, wofür ich dankbar bin in diesem Jahr:

  • Menschen, die in mein Leben kamen,
  • Menschen, die mir nicht so gut taten und die sich aus meinem Leben entfernt haben,
  • Dinge, die ich angeschafft habe und die sich als äußert nützlich erweisen,
  • Dinge, die ich schon seit vielen Jahren nutze und die ich auch auch in diesem Jahr mit Begeisterung verwendet habe,
  • Events, die fantastisch waren,
  • Ausflüge, die mir sehr gefallen haben,
  • Orte, die ich besucht und dort etwas schönes erfahren habe,
  • Gespräche, die sehr amüsant, aufschlussreich oder/und tiefsinnig waren,
  • Erfolge, die ich beruflich und auch privat feiern konnte,
  • neue gute Gewohnheiten, die sich manifestiert haben,
  • Lebensmittel, die ich für mich entdeckt habe,
  • Klamotten, die sich als wahres Lieblingsstück entpuppt haben,
  • Songs, die mich dieses Jahr begleitet haben,
  • Bücher, die ich mit Vergnügen gelesen habe,
  • Rezepte, die ich erstmalig probiert und mit wachsender Begeisterung wieder gekocht oder gebacken habe,
  • diese kleinen Momente des Glücks mit mir selbst und mit mir lieben Menschen,
  • Momente der Wertschätzung und der Dankbarkeit.

Ich schreibe auf, was mir einfällt. Manchmal male ich ein Smiley oder ein Symbol dazu. Es darf ruhig querbeet auf der Karteikarte stehen. Und wenn mir gerade nichts einfällt, lasse ich die Karte offen liegen. Die Rauhnächte bieten ja ein paar Tage zur Besinnung. So kann ich später die Karte ergänzen. Beginne mit dieser Karte bevor Du die zweite in Angriff nimmst. Du wirst erstaunt sein, wie viele schöne Dinge passiert sind, nicht nur beruflich.

Es ist wichtig, das gesamte Leben zu betrachten, denn aus jedem Moment der Dankbarkeit ziehen wir Energie – beruflich und privat – und bereiten die Klarheit für Themen und (Handlungs)Ziele vor. Dafür ist die zweite Karte.

Die zweite Karteikarte

Die zweite Karte ist mein Vision Board für das Folgejahr. Ich brauche meist mehrere Anläufe, da mir die Anordnung noch nicht gefällt oder ich einiges anders formuliere. Auf diese Karte kommen die Dinge, die mir jetzt für das nächste Jahr wichtig sind. Es reichen Stichworte. Meist male ich nur Symbole. Du kannst auch Bilder aus Zeitschriften, Fotos usw. nehmen und eine Collage erstellen. Konzentriere Dich auf wenige, aussagekräftige Stichworte oder Bilder, so fünf bis sieben, maximal neun, frei nach der 7±2-Regel. Ich betrachte folgende Bereiche:

  • Beruf und Selbständigkeit: hier gebe ich dem Jahr ein Motto;
  • Lebenssinn und persönliche Entwicklung: ich suche ein Symbol für das persönliche Wachstum.
  • Familie und Freunde: ich erinnere mich durch ein Symbol, was ich intensivieren möchte;
  • Hobbies, Haus und Garten: die großen Themen erhalten ein Stichwort oder ein Symbol
  • Reisen und Events: Stichworte der Events oder Orte, die ich besuchen möchte, mögen mich daran erinnern.

Ist alles perfekt für Dich, kannst Du diese Motivationskarte an einen Ort hängen, auf welchen Du häufig schaust, denn diese (Handlungs)Ziele oder Themen sollen ja für den Fokus im nächsten Jahr sorgen.

Dafür gibt es auch Apps

Natürlich funktioniert diese Methodik auch digital. Einige Apps habe ich hier angesprochen.
– Übrigens kann man diese Übung auch unterjährig durchführen. Die Karteikarte mit den Stichworten zur Dankbarkeit verwahre ich, ebenso wie das Vision Board aus dem Vorjahr. So lerne ich, welche Themen sich wiederholen, und kann an meiner Strategie des Selbstmanagements feilen.

Vision Board © Sylvia NiCKELDieses Thema ist Teil des Webinars und der Videolektion »Vision Board | Motivation & Fokus«.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Ritual,
Sylvia Nickel

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Friedhof der Kinder © Sylvia NiCKEL

24. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

#Denkzettel: Der Friedhof der Kinder2 Minuten Lesezeit

In der Kategorie Denkzettel findest Du Motivationsgeschichten und Zitate rund um die Zeit. – Folgende Geschichte um den Friedhof der Kinder stammt nicht von mir. Ich erhielt diese Geschichte in den 1990er Jahren per E-Mail und auch der Absender jener Mail hat diese Geschichte nur weiter geleitet. Seither habe ich diese Geschichte in vielen Kursen zum Selbstmanagement erzählt, immer dann, wenn es um »Zeitverschwendung« und »Investition der Zeit« geht.

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Die Geschichte

»Auf meiner langen Reise durch den Süden unseres Kontinents kam ich eines Tages in ein Bergdorf. Es lag malerisch in den Hügeln und die Häuser waren liebevoll mit Blumen geschmückt. Doch dieses Dorf erschien wie ausgestorben. So näherte ich mich der Dorfmitte. Dort stand eine wunderschöne Kirche und ein schmiedeeisernes Tor zum Friedhof lud mich ein, diese Stille zu erkunden. Ich betrat den sorgsam gepflegten Friedhof hinter den Säulenzypressen unter den mächtigen Eichen und begann, die Inschriften der Grabsteine zu lesen: „Anna, 3 Jahre, 5 Monate, 2 Tage“, „Joel, 2 Jahre, 10 Monate, 15 Tage“, „Arno, 5 Jahre, 1 Monat, 12 Tage“ – so ging es weiter, von Stein zu Stein. Hier lagen nur Kinder. Was war hier passiert? Ich grübelte. War es eine Epidemie? Welches Unglück hat all diese Kinder so früh sterben lassen?

Etwas durcheinander verließ ich den Friedhof und kam zum Markt. Dort war auch ein Café geöffnet und ich setzte mich in den kühlen Schatten an der Hauswand. Als der Wirt kam, bestellte ich einen Kaffee. Ich traute mich zunächst nicht, nach dem Schicksal der Kinder zu fragen. Als ich dann zahlte sagte ich: „eine Frage habe ich zu diesem wunderbaren Ort. Was ist mit den Kindern da oben auf dem Friedhof passiert?“. Er schaute erstaunt, schien die Frage nicht begriffen zu haben. Und dann lachte er. „Wissen Sie, wir pflegen hier eine Tradition. Es ist das Buch der Freude. Jeder bekommt es bei seiner Einschulung und jeder Moment der Freude und des Glücks wird darin notiert. Und wenn jemand stirbt, dann zählen wir die Monate und Tage des Glücks zusammen. Das steht dann auf dem Grabstein.“«

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Fazit

Wie viele Minuten kannst Du heute zählen? Ich wünsche Dir, sehr viele 🙂

Frohe Festtage,
Sylvia Nickel

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Beurer TL 30 © Sylvia NiCKEL

22. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Daylight Muse statt Winterblues2 Minuten Lesezeit

Gestern hatten wir den 21. Dezember und damit den kürzesten Tag des Jahres – ich persönlich vermisse das Tageslicht; daher habe ich mir im Oktober 2016 eine Tageslichtleuchte für meinen Arbeitsplatz angeschafft. Meine Erfahrungen nach 15 Monaten liest Du hier.

Tageslicht: 10.000 Lux für mehr Energie

Tageslichtleuchten simulieren die Sonne. Diese ist sehr wichtig, um die Produktion von Schlafhormons Melatonin (und damit der Antriebslosigkeit) zu stoppen. Damit erhältst Du Power, auf Dauer.
Eine gute Tageslichtlampe liefert ein UV-freies und flimmerfreies Vollspektrum an Licht. Und üblicherweise bietet die Tageslichtleuchte 10.000 Lux oder mehr, denn Du sitzt nicht 25 Minuten oder gar 45 Minuten in zehn Zentimeter Abstand vor der Leuchte. Ich nutze diese als Zusatzleuchte für begrenzte Zeit im Winter.

Tageslichtleuchte: Sonne zum Mitnehmen

Das von mir gewählte Modell ist eine »Beurer TL 30«, welche für knapp 50 € erhältlich ist. Die Leuchte hat Tablet-Größe, ein Schutz-Case, Stromanschluss und einen variablen Clip, um stets die richtige Neigung einzustellen. Ein Batterie- oder Akkubetrieb ist nicht vorgesehen. Dafür liefert sie 10.000 Lux bei 10 cm Abstand und per stromsparendem LED. Und es funktioniert.

Beurer TL 30 © Sylvia NiCKEL

Das Volllichtspektrum wirkt auf einen Rezeptor in den Augen. Dieser Blaulichtrezeptor signalisiert bei entsprechendem Lichtmangel »Wintermodus«, also Energie sparen. Mit einer Tageslichtleuchte wird dieser Mangel behoben, so der Psychiater und Schlafforscher Dr. Dieter Kunz.

Es existieren natürlich auch andere Produkte. Phillips bietet eine dämmbare Aufwachleuchte an und andere Hersteller bezeichnen Ihr Angebot als »Lichtdusche«. Probiere es aus; Du kannst nur gewinnen. Es sollten mindestens 10.000 Lux für rund 30 Minuten täglich sein.

So nutze ich die Tageslichtleuchte

Morgens nach dem Aufwachen meditiere ich gerne nach einem Glas Wasser einige Minuten auf dem Bett. In den den dunklen Tagen ist die Tageslichtleuchte mit dabei. Bei aufkommendem Nachmittagstief (zurzeit ab 14.30 Uhr aufgrund des schleichenden Sonnenuntergangs) stelle ich die Tageslichtleuchte in ca. 50 cm Abstand zu meinen Augen für rund 20 Minuten auf den Schreibtisch.

Der Effekt einer Tageslichtleuchte: Du bist munter! Nicht schlagartig, sondern mit der Zeit. Der Effekt tritt bei mir im Laufe der folgenden zwei Stunden spürbar ein. – Achtung! Wer zu lang und zu spät Tageslichtleuchten nutzt, macht freiwillig unfreiwillig eine Nachtschicht 😉

Ich wünsche Dir belebende Erkenntnisse mit einer Tageslichtleuchte,
Sylvia Nickel

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15. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
2 Kommentare

Eisenhower I: Über Dringlichkeit und Wichtigkeit6 Minuten Lesezeit

Über die Wichtigkeit: eine der meist zitierten Heuristiken im Selbstmanagement ist die Eisenhower-Matrix bzw. das Eisenhower-Prinzip. Ihre Entwicklung wird Dwight D. Eisenhower zugeschrieben (was jedoch umstritten ist). Unabhängig davon lässt sich anhand der vier Felder ein vollständiger Ansatz der Selbstführung  herleiten, auch und gerade im neuen Zeitmanagement. Teil 1 befasst sich mit den Dimensionen der Matrix.

Zwei Dimensionen für die Priorität

Wie so jeder 4-Feld-Simplizissiums stützt sich auch die Eisenhower-Matrix auf zwei Dimensionen:

  1. Dringlichkeit und
  2. Wichtigkeit.

Daraus ergeben sich vier Kombinationsmöglicheiten mit entsprechenden Empfehlungen für Prioritäten, Arbeitsschwerpunkte und Ökonomisierungsmaßnahmen. Doch woher kommen diese Dimensionen?

Woher kommt die Dringlichkeit?

Dringend ist das, was es notwendig macht, kurzfristig zu handeln. Dringend sind Termine oder Anfragen, Störungen im Betriebsablauf oder einfach das, was andere für wichtig halten, denn allzu oft wird eine Aufgabe mit einer Frist versehen, obwohl diese nicht notwendig ist. Die Dringlichkeit kommt immer von Außen: es sind die Dinge, die anderen wichtig sind.

Übrigens: eine Regel für Rettungseinsätze lautet »Wer laut schreit und stöhnt braucht nicht die erste Hilfe; es sind die Stillen, um die wir uns sofort kümmern.« 😉

Wichtigkeit kommt von der Rolle

Die Wichtigkeit wird vom Ziel in der jeweiligen Rolle bestimmt. Daher gibt es den schönen und wahren Spruch

Das Geld übrigens auch 😉 Hierzu ein kleines Beispiel: Wenn Du Dich verletzt hast und Deine Bewegung dadurch eingeschränkt ist, wirst Du dies nicht wochenlang ignorieren. Im Gegenteil: Du wirst Termine verschieben, um Zeit für Sport oder die Physiotherapie zu gewinnen und so wieder schnell voll einsatzfähig zu sein. Das Ziel »Gesundung« hat in diesem Moment die größte Wichtigkeit.

Leider sind wir nicht nur in einer Rolle in unserem Leben unterwegs. Wir sind im Beruf in einer Rolle, sind Kinder, Eltern, Partner und Freunde; wir engagieren uns in Vereinen und in der Nachbarschaft und einen Lebenssinn verfolgen wir auch. In all diesen Bereichen habe wir Ziele, die uns wichtig sind. Welches sind Deine wichtigen Ziele und: passen Sie zusammen?

Aber bevor wir uns den Zielbeziehungen widmen geht es um die Zielhierarchie. Jedes große Ziel hat viele Teil- bzw. Mittelziele und jedes Ziel besteht aus Aufgaben. Und genau diese stehen im Mittelpunkt der Eisenhower-Matrix: neue Aufgaben. Dienen Sie in großen Maße der Zielerreichung in der jeweiligen Rolle?

Zielkonflikte in der Wichtigkeit

Um Prioriäten bei Entscheidungen setzen zu können müssen die Ziele klar sein. Das ist ist die notwendige Bedingung; hinzu kommt, dass die Ziele sich nicht gegenseitig ausschließen. Ziele können in unterschiedlichem Verhältnis zueinander stehen:

  • konkurrierende Ziele: hier bedeutet die Zielerreichung des einen Ziels eine Nichterreichung des anderen Ziels. Beide (oder mehrere) Ziele lassen sich nicht gleichzeitig verfolgen. Beispielsweise kannst Du nicht zugleich mit dem Auto von A nach B fahren (Ziel 1) während Du ein Workout für Deine Fitness unternimmst (Ziel 2). Dies funktioniert nur nacheinander, manchmal auch gar nicht.
  • komplementäre Ziele: diese ergänzen sich, ja: fördern sich sogar. Wenn Du beispielsweise die Ernährung auf viel Obst und Gemüse statt Fastfood und Süßkram umstellst (Ziel 1), wirst Du sehr wahrscheinlich auch Dein Gewicht reduzieren (Ziel 2).
  • antinomische bzw substituierende Ziele: die Verfolgung des einen Ziels schließt die Zielerreichung des anderen aus. Es geht also nicht um graduelles oder zeitliches Abwägen wie bie konkurrierenden Zielen. Es funktioniert nicht. Wenn Du beispielsweise nur Fastfood, Chips und Schokolade isst (schnelle, kalorienhaltige Kost unterwegs), wirst Du das Ziel »gesunde Ernährung« nicht verfolgen können – und umgekehrt.
  • indifferente Ziele: bei diesen Zielen besteht kein Einfluss aufeinander. Sie sind zielneutral. Du kannst beispielsweise sowohl einer gesunden Ernährung folgen als auch bei der nächtlichen Party feiern (mit gesundem Input).

Welche sind Deine Ziele in Deinen Rollen, heute beispielsweise?

Zeit ist die Währung der Zielerreichung

Wenn man das Ziel kennt, dann kann man entscheiden, wie viel Zeit man in die wichtigen und die nicht so wichtigen Dinge investiert. Drei Heuristiken geben hier Orientierung:

  • Der Pareto-Hebel: die 80/20 Regel besagt, dass 20 Prozent der Zeitinvestition in die richtige, wertschaffende Aufgabe für 80 % der Ergebnisse verantwortlich ist. Daher sind dies »high value activities« und enthalten zugleich die »most important task«. Bei einem Achtstundentag hast Du so mit  knapp eineinhalb Stunden Zeiteinsatz Dein Tagesziel zu vier Fünftel erreicht. Klasse, bloß wissen, was ist die 80-Prozent-Aufgabe? Ganz häufig ist es die »Froschaufgabe« (»eat the frog first«). Daher empfiehlt es sich, stets mit dieser wichtigen Aufgabe den Tag zu beginnen, möglichst ohne Unterbrechungen oder Ablenkungen.
  • Die ABC-Einordnung: auch nach der ABC-Analyse erfolgt eine Einordnung der Aufgaben nach ihrem Wertbeitrag zum Ziel: A-Aufgaben können in der Regel nur von Dir selbst erledigt werden, B-Aufgaben sind wichtige Aufgaben, die sich teilweise auch delegieren lassen, und C-Aufgaben haben den geringsten Wert. Hier lohnt es sich, über Rationalisierung, etwa durch Automatisierung oder Digitalisierung nachzudenken, denn meist sind es Routineaufgaben.
  • Aktivitätspyramide: nach dieser Heuristik lassen sich vier Pyramidenebenen unterscheiden. Unten befinden sich Aktivitäten, die geringen oder einen Wert bringen wie Surfen und Chatten aus Langeweile beispielsweise. Auf der nächsten Ebene sind Aktivitäten mit geringem Wert(beitrag) zu finden. Darüber befinden sich die Aktivitäten, die mittel- oder kurzfristig einen hohen Wert(beitrag) aufweisen und auf der obersten Ebene sind die Aktivitäten mit strategisch hohem Wert (high value activities), beispielsweise täglich etwas für die Fitness zu tun anstatt sporadisch einmal im Monat.

All diese Ansätze stehen bereits in der Eisenhower-Matrix. Diese hilft Dir, bei jeder Aufgabe die Priorität einzuschätzen. Aber die Eisenhower-Matrix kann noch mehr …

Eisenhower-Webinar © Sylvia NiCKELDieses Thema ist Gegenstand des Webinars und der Videolektion so viel Power steckt in Eisenhower. Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Im nächsten Teil befassen wir uns mit den Standardempfehlungen für die Felder, auch und gerade im neuen Zeitmanagement.

Ich wünsche Dir ein gelassenes Abwägen von Wichtigkeit und Dringlichkeit,
Sylvia Nickel

~~~ Alle bisherigen Artikel dieser Serie ~~~

  1. Eisenhower I: über Dringlichkeit und Wichtigkeit
  2. Eisenhower II: die Standardempfehlungen
  3. Eisenhower III: das große Missverständnis »Workflow« (folgt am 26.01.2018)

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Microsoft To-Do

8. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
Keine Kommentare

Tooltime: Microsoft To-Do7 Minuten Lesezeit

Mit dem Update des Android-Systems auf dem Smartphone wurde der Microsoft Launcher ausgeliefert. Zu den Applikationen gehört Microsoft To-Do. Diese App funktioniert auf dem Smartphone, dem Tablet und via Web. Was bringt sie?

Microsoft: Deine Aufgabentools …

Auf den ersten Blick bin ich verwirrt. Microsoft bietet mir mit Office 365 die Outlook-Anwendung  bzw. (nach Microsoft-Sprech) »Outlook Ansicht Aufgaben« an, freilich mit steter Synchronisationsproblematik via Cloud; denn auch wenn die PST-Datei auf »Microsoft OneDrive« liegt und »Microsoft Outlook Aufgaben« im Android installiert ist, klappt es nicht, nein: auch nicht nach der Outlook-Anmeldung. Dies könnte ich ja mit »OneNote« aus dem selben Hause ausgleichen. 😉

Warum also eine weitere App?

– Weil der Dino unter den Planungs- und damit Selbstmanagementwerkzeugen – Outlook – einfach nicht wirklich cloudfähig ist, es sei denn man geht den Weg über das Microsoft Live-Konto (und damit einem völlig anderen Produkt) oder einen »Microsoft Exchange Server« (und dann kann man auch gleich auf echte Cloud-Werkzeuge zurückgreifen wie »Gmail« und »Google-Kalender« und spart sich gänzlich den Dino). Dies ist zumindest meine Erfahrung. Und ich war schon 1998 sehr weit, als per Synchro-Button der »Palm« mit »Outlook« die Daten austauschte (dieser soll übrigens 2018 ein Comeback feiern). Heute? Keine Frage: »Outlook« mit all seinen Komponenten (E-Mail, Kalender, Aufgaben, Notizen) lässt sich auch trotz Microsoft Cloud nicht wirklich auf dem Smartphone nutzen. BTW: wer  Tipps hat, wie es funktioniert ohne den Umweg über »Gmail« oder »Microsoft Live« zu gehen ⇒ gerne 🙂

Okay, genug gemoppert. Also testen wir mal die App.

Was kann Microsoft To-Do?

Zahnräder bei Microsoft To-DoIm Web werde ich nach dem Anmelden bei Microsoft To-Do zunächst mit Zahnrädern in der Form eines »Done«-Hakens begrüßt. Diese ersetzen hier den allseits bekannten Microsoftkreisel. Dann öffnet sich die schlichte Oberfläche, übrigens genauso schlicht und übersichtlich auf dem Smartphone. Sie enthält »mein Tag«,»To-Do« und »+ Neue Liste«. Und dies sind die Funktionen:

  • »mein Tag«: Hierhin können die Aufgaben für diesen Tag geschoben werden. Ist eine Aufgabe nicht erledigt worden, erinnert Microsoft To-Do beim nächsten Aufruf mit einer Einblendung daran – ganz ohne Erinnerungsfunktion, welche selbstredend für ein Aufgabenmanagement, zusätzlich aktiviert werden kann. Wird eine Aufgabe erledigt und als solche gekennzeichnet, ist sie durchgestrichen und mit einem grünen Haken versehen. Sie kann reaktiviert oder gelöscht werden. Die Einstellung, erledigte Aufgaben auszublenden, ist über die Optionen möglich, die auch für die optische Gestaltung (Farben, Hintergründe) einige Auswahlmöglichkeiten parat hält. Leider rutschen Aufgaben mit dem Erinnerungs- oder Fälligkeitsdatumdatum »heute« nicht automatisch in »Mein Tag«. Warum, bleibt mir verborgen.
  • »To-Do«: Hier liegen die Aufgaben mit einem späteren Erledigungszeitpunkt als »mein Tag«, insofern sie keiner »Liste« zugeordnet sind.
    Was kann nun eine Aufgabe? Nebst Betreffzeile sind Notizen möglich, ebenso auch Links. Nicht möglich ist das Anhängen von Dateien, also weder Bilder noch Dokumente oder Sprachaufzeichnungen, genau so wie im Todoist; all das kann beispielsweise der Dino im Aufagbenmanagement, »Outlook«, oder das smarte »Google Notizen«, weshalb ich mich noch nicht so recht vom Dino verabschieden will. In Sachen Termine bietet »Microsoft To-Do« ein Fälligkeitsdatum und eine Erinnerungsfunktion an. Dies ist praktisch, denn zur Bearbeitung benötigt man ja Zeit. Aber wie bei »Microsoft Outlook Aufgaben« auch bietet die »Microsoft To-Do« bei einer Erinnerung die Möglichkeit »später« anzuklicken anstatt eine konkrete Zeitangabe zu fordern. Das feuert die Aufschieberitis an 🙂
  • »+ Neue Liste«: Hiermit bietet sich die Möglichkeit, eigene Listen für Projekte und Rollen anzulegen und diese entsprechend zu benennen.

Microsoft To-DO Web

Mein erster Eindruck nach ein wenig Herumspielerei mit Probeaufgaben und Projekten, sowohl auf dem Smartphone als auch mit der Webvariante: ein schlichtes, funktionierendes Werkzeug für das AufgabenmanagementMicrosoft To-Do auf dem Smartphone
Allerdings habe ich noch nicht heraus gefunden, was es mit »Kalender« auf sich hat, ein Feature, das nur auf dem Smartphone erscheint und auch nach Anlage von Testaufgaben mit Erinnerungs- und Fälligkeitsdatum bleiben diese in der Webansicht unsichtbar, erscheinen aber im »Microsoft Live Kalender«, also dem Online-Produkt mit unglücklicherweise gleichem Namen: »Outlook«. Nein, es handelt sich auch nicht um »+ Neue Liste«; diese Möglichkeit ist ja unten angegeben. Microsoft … Deine Apps! –Ich bleibe dran an diesem Phänomen und werde hier berichten. 🙂
Übrigens schreibt Microsoft dazu »Zurzeit können nur persönliche Microsoft-Konten, die eine Outlook.com-Domäne verwenden, zwischen Microsoft-Aufgabe und Outlook 2016 synchronisiert werden.« Ja, prima! und was ist mit Unternehmen? Sollen jetzt alle ein @outlook.com nutzen? Das ist frech.

Doch nun zu den Schattenseiten und damit der Wunschliste für Extremnutzer anderer Aufgabenmanagementprogramme.

Was könnte fehlen im Microsoft To-Do?

Ich beziehe mich bewusst nicht auf ein Programm bzw. eine App, sondern auf meine „Wünsch-Dir-Was“-Gedanken. Es fehlen

  • Möglichkeiten zum Anhang von Dateien wie beispielsweise bei »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Google Notizen«; gerade die in »Google Notizen« mögliche Sprachaufnahme mit automatischem Transkript kann sinnvoll für Vielbeschäftigte fernab des Schreibtischs sein.
  • Priorisierung von Aufgaben wie mit »Microsoft Outlook Aufgaben« oder »Todoist« möglich, wobei letzterer mit vier Prioritätsstufen eine mehr als »Microsoft Outlook Aufgaben« kennt. Dies ist vor allem bei vielen Projekten mit vielen Aufgaben sinnvoll.
  • Haupt- und Unteraufgaben wie im »Todoist« sind ebenfalls nicht möglich. Dabei kann man Projekte doch so schön in Meilensteine und Arbeitspakete aufteilen … aber gut, das wäre dann wieder etwas für eine Projektmanagement-App.
  • Eine Anbindung an »Microsoft Outlook Aufgaben«, etwa durch Add-in wie der »Todoist« sie bietet, fehlt ebenfalls. Die Aufgaben erscheinen lediglich bei Anmeldung unter dem Microsoft Live-Konto, was so gar nichts mit der Notebook-/PC-Variante zu tun hat, denn diese funktioniert nicht offline, sondern nur über Browser und Internetverbindung.

Microsoft To-Do Download und Webversion

Fazit

Ich bleibe dran, spiele ein wenig herum, bis ich das Kalendermysterium ergründet habe und setze weiterhin auf den Dino, »Microsoft Outlook Aufgaben« in Kombination mit meinem Generalbuch, sowohl papiergebunden als auch digital.

Microsoft To-Do-Webinar (c) Sylvia NiCKELDieses Thema vertiefe ich im Webinar  »Tooltime |►►Microsoft Outlook Aufgaben«. Mehr erfahren.
Weitere Webinare  von mir findest Du übrigens auf edudip und sofengo. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Dich zusammengestellt.

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel
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Shortcuts © Sylvia NiCEKL

1. Dezember 2017
von Sylvia Nickel
1 Kommentar

Office: Vergiß‘ die Maus! Shortcuts für noch mehr Produktivität3 Minuten Lesezeit

Es gab Zeiten, da funktionierten Computer noch ohne Maus, Pad oder Touchscreen. Diese sind intuitive Eingabehilfen, bremsen jedoch die Produktivität: die Hand geht von der Tastatur zur Maus und zurück. Belastungsschmerzen können die Folge sein. Ärzte sprechen von der Maushand. Da helfen Tastenkombinationen oder sogenannte Shortcuts bzw. Hotkeys für effizientes Arbeiten. Dies geht vor allem auch schneller.

Meine persönlichen Shortcuts-Favoriten für Office 365 unter Windows

Die Liste möglicher Shortcuts ist lang. Sinnvoll sind vor allem jene, die häufig eingesetzt werden. Meine Favoriten (und diese Liste versteht sich auszugsweise 🙂 ):

  • STRG + 1   Wechsel zum Posteingang in Outlook
  • STRG + 2   Wechsel zum Kalender in Outlook
  • STRG + 3   Wechsel zu den Kontakten in Outlook
  • STRG + 4   Wechsel zu den Aufgaben in Outlook
  • ALT + 1   Wechsel zur Tagesansicht im Kalender in Outlook
  • ALT + STRG + 4   Wechsel zur Monatsansicht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + M   Neue Nachricht in Outlook
  • STRG + UMSCHALT + A   Neuer Termin in Outlook
  • STRG + C   Kopieren (generell am PC)
  • STRG + V   Einfügen (generell am PC)
  • STRG + X   Ausschneiden (generell am PC)
  • STRG + ↑   Richtungspfeile zur Objektverschiebung in PowerPoint
  • STRG + S   Speichern ((generell am PC))
  • LEERTASTE   Blättern nach unter (alle Office-Komponenten)
  • LEERTASTE + UMSCHALT   Blättern nach oben (alle Office-Komponenten)
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + E   Hiermit wird der Windows Explorer gestartet
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + D   Wechsel zum Desktop
  • Windows-Taste (Quelle: Hersteller) + Tab   Aufruf von Task View

Hinzu kommen die ALT-Kombinationen für Sonderzeichen (ANSI-Code) wie ←, ↑, ©, ‰, …, – usw (einen Überblick findest Du hier). Den Überblick über alle Tastenkombinationen gibt es im Hilfebereich des jeweiligen Office-Komponente (F1) und im Microsoft Support.

Mein Tipp: Lerne jeden Tag einen Shortcut für häufig genutzte Vorgänge. Du gewinnst ab sofort Zeit. Der Schlüssel zu noch mehr Produktivität liegt manchmal im »back to the roots«: ohne Maus. 🙂

Entspannte Grüße,
Sylvia Nickel

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